Reise nach Amsterdam (2008)
Dankeschön der 9. Klasse der Anne-Frank-Schule
Sehr geehrte Damen und Herren,
inzwischen haben wir unsere Klassenreise nach Amsterdam dank Ihrer großzügigen Spende gemacht. Wir wollen Ihnen davon berichten, damit Sie wissen, wo Ihre Gelder geblieben sind. Unsere Klassenreise
war für uns alle sehr spannend und informativ.
Am ersten Tag waren wir, nachdem wir unsere Zimmer im Hostel bezogen hatten, im Vondelpark. Dort haben wir ein paar schöne Stunden verbracht. Wir haben viele Tiere gesehen, die wir hier bei uns in Deutschland so nicht in der freien Natur finden, z.B. Störche und Sittiche. Außerdem konnten wir zahlreiche Menschen beim Joggen, Inliner fahren und Fahrrad fahren beobachten. Dabei und an den darauf folgenden Tagen ist uns aufgefallen, wie schlank die meisten Menschen in Amsterdam sind. Anscheinend hält sie das tägliche Fahrrad Fahren fit. Uns hat beeindruckt, dass die meisten Menschen in Amsterdam mit dem Fahrrad fahren und sie dadurch wohl weniger Probleme mit Übergewicht haben.
Am zweiten Tag haben wir einen Stadtrundgang unternommen. Die Führung führte uns von unserer Unterkunft in der Bloemstraat an der Westerkerk, dem Anne-Frank-Huis, dem Magna Plaza mit dem Palais, dem Dam mit dem Nationaal Monument, am Rembrandthuis über den Waterloo Plein mit seinem Flohmarkt vorbei bis zum Leidseplein hin. Anschließend hatten wir Freizeit und konnten uns in der Stadt umsehen.
Abends waren wir im Anne-Frank-Haus. Die Hausbesichtigung war sehr interessant. Es war spannend zu sehen, wie Anne mit ihrer Familie und den Freunden im Hinterhaus gelebt hat. In dem Versteck war es sehr eng. Die Fotos und die Bilder auf dem PC verdeutlichten uns ihre Lage. Es war interessant einmal im Hinterhaus zu stehen und sich das Leben von Anne Frank anzuschauen. Der Blick von unten in die Dachkammer hat uns traurig gemacht. Wie muss es für Anne und Peter gewesen sein, von dort oben nach draußen zu gucken und das Versteck nicht verlassen zu können!? Einigen von uns fiel es schwer, sich in die Situation von Anne Frank hineinzuversetzen, weil die Räume unmöbliert sind und unser Vorstellungsvermögen nicht so gut wie bei anderen Menschen ausgeprägt ist. Die Beschilderung war nur auf Englisch und Niederländisch, nicht auf Deutsch. Deshalb konnten wir nicht alle Texte ganz genau verstehen. Trotzdem fanden wir das Anne-Frank-Museum interessant. Die schwarzen Vorhänge haben in uns bedrückende Gefühle ausgelöst. Manche von uns hatten ein komisches Gefühl im Bauch, weil da echte Geschichte erlebt wurde.
Am dritten Tag haben wir vormittags eine Grachtenrundfahrt gemacht. Wir konnten die Stadt vom Wasser aus sehen mit ihren vielen Brücken, den vielen Wohnbooten und ihrem riesigen Parkhaus an der Centraal Station für täglich 5000 geparkte Fahrräder.
Anschließend sind wir mit dem Bus zur Nordsee nach Zandvoort gefahren, wo einige mutige Schüler sogar gebadet haben. Nach der Rückkehr nach Amsterdam hatten wir wieder Freizeit. Dabei haben wir festgestellt, dass wir uns ganz gut mit Holländern auf Englisch verständigen konnten, was wir uns vorher nie zugetraut hätten. Da waren wir ganz stolz auf uns selbst und unsere Lehrerinnen waren auch stolz auf uns! Abends mussten wir dann die Koffer für unsere Heimreise nach Hamburg am nächsten Tag packen.
Leider mussten wir am vierten Tag wieder nach Hause fahren. Alle Schüler wären gern länger in Amsterdam geblieben. Dort war es so schön. Uns hat die Klassenreise sehr gut gefallen. Wieder in Hamburg angekommen, haben wir unseren Freunden und Schülern aus anderen Klassen von den Eindrücken aus Amsterdam berichtet. Wir haben auch noch das KZ Neuengamme besichtigt. Die Schilderungen während der Führung waren erschreckend. In so einem KZ hat das Leben der Namensgeberin unserer Schule ihr Ende gefunden.
Dieses Schuljahr war das letzte gemeinsame Jahr für unsere Klassen. Am 27.06.2008 werden unsere Klassenverbände aufgelöst und wir werden aus der Anne-Frank-Schule entlassen. Einige Schüler werden die 10. Klasse, andere ein Berufsvorbereitungsjahr an einer anderen Schule besuchen.
Die Eindrücke des letzten Schuljahres, besonders die intensive Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus werden uns immer in Erinnerung bleiben.
Wir danken Ihnen für Ihre Spende, mit der wir, die Klasse 9a und 9b, auf Klassenreise nach Amsterdam fahren konnten. Wir haben uns sehr darüber gefreut. Es war wunderschön in Amsterdam und das haben wir Ihrer großzügigen Spende zu verdanken. Das Wichtigste an der Reise war die Besichtigung des Anne-Frank-Hauses, weil wir dort erleben konnten, wie sich Anne Frank gefühlt hat. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a und der Klasse 9b bedanken sich deshalb sehr für Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen
Klasse 9a und Klasse 9b mit den Klassenlehrerinnen Frau Brandt und Frau Gorny




















































































